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Schwere Traumatisierung kann Leben zerstören und anhaltende psychische Schäden verursachen. Häufig wird das Trauma jedoch verdrängt oder nicht erkannt, denn Traumafolge-Erkrankungen werden gesellschaftlich vor allem als Bewältigungsproblem von Kriegen oder Naturkatastrophen verstanden - wodurch aber die Bandbreite traumatischer Erlebnisse verkannt wird. Führt man sich dabei die Häufigkeit von Traumafolgen wie Depressionen oder Angststörungen vor Augen, drängt sich doch die Frage auf - sind wir eine Gesellschaft von Traumatisierten?
Wie wird ein gesellschaftlich derart relevantes Thema von einem Massenmedium wie dem Film in Szene gesetzt? Welches Bild in den Köpfen der Zuschauer erzeugt?
Diesen und anderen Fragen widmet sich dieses Buch und wählt eine besondere Herangehensweise: Filmanalysen, Werkgegenüberstellungen, Epochenabrisse und Aufarbeitungen einzelner Aspekte arbeiten das Thema aus unterschiedlichsten Perspektiven auf – medizinisch, psychologisch, theologisch und musikwissenschaftlich – und beleuchten so exemplarisch die Funktion dieses Motivs in der Filmgeschichte.
Die Auswahl imponiert mit Werken großer Filmemacher wie Alfred Hitchcock, George Lucas, Robert Redford, John Huston oder Steven Soderbergh und offenbart eine überraschend authentische Vielseitigkeit, die Trauma und Traumafolgen in nahezu umfassender Bandbreite abzubilden vermag.
Ein Buch für alle beruflich oder privat interessierten Cineasten und Filmfans, die nicht vor diesem schwierigen, aber gesellschaftlich brennenden Thema zurückschrecken!
PD Dr. Dennis Henkel ist Arzt, Medizinhistoriker und Privatdozent für Geschichte und Ethik der Medizin an der Universität zu Köln. Er studierte in Köln Theater-, Film- und Fernsehwissenschaften, Philosophie, Kunstgeschichte und Humanmedizin, wurde 2019 promoviert und habilitierte sich 2025. Seit 2021 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Geschichte und Ethik der Medizin der Universität zu Köln, zudem klinisch an der Evangelischen Stiftung Tannenhof in Wuppertal tätig. Seine Forschung liegt an der Schnittstelle von Psychiatrie, Medizingeschichte, Medizinethik, Medical Humanities und Filmwissenschaft, mit einem Schwerpunkt auf der Darstellung von Medizin, Krankheit und Psychiatrie im Film, insbesondere im frühen Kino. Zu seinen Buchpublikationen zählen die Monographien Silent Craving und Medizin und Krankheit im frühen Kino sowie die Herausgeberbände Demenz im Film, Seuchen, Epidemien und Pandemien im Film und Gewalt und Verlust, Verletzung: Trauma und Traumatisierung im Film.
PD Dr. Dennis Henkel is a physician, medical historian, and Privatdozent in the history and ethics of medicine at the University of Cologne. He studied film and media studies, philosophy, art history, and medicine in Cologne, received his doctorate in 2019, and completed his habilitation in 2025. Since 2021, he has been a research associate at the Institute for the History and Ethics of Medicine at the University of Cologne and also works clinically at the Evangelische Stiftung Tannenhof in Wuppertal. His research focuses on psychiatry, the history of medicine, medical ethics, medical humanities, and film studies, with particular emphasis on representations of medicine, disease, and psychiatry in film, especially in early cinema. His books include the monographs Silent Craving and Medicine and Disease in Early Cinema, as well as the edited volumes Dementia in Film, Epidemics, Endemics and Pandemics in Film and Violence, Loss, Injury: Trauma and Traumatization in Film.
Mag. DDr. Thomas Ballhausen, österreichischer Schriftsteller, Literatur- und Filmwissenschaftler, Herausgeber und Übersetzer
| Publication Date: | 26 August 2026 |
| Publisher: | Springer Berlin Heidelberg |
| Imprint: | Springer |
| ISBN-13: | 9783662713617 |
| Format: | Paperback / softback |
| Page Count: | 232 |