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(Un-) Doing Gender in Familienunternehmen

(Un-) Doing Gender in Familienunternehmen Aushandlungsprozesse der Legitimität im Zuge der Führungsnachfolge

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Familienunternehmen und KMU

(Un-) Doing Gender in Familienunternehmen

Aushandlungsprozesse der Legitimität im Zuge der Führungsnachfolge

Barbara Pundy

Business & Economics / Small Business

Barbara Pundy analysiert den Stellenwert von Geschlecht bei der Legitimitätskonstruktion von Nachfolgenden in der Führungsfunktion in kleinen Familienunternehmen. Ausgehend von den Limitierungen etablierter Ansätze zur familieninternen Nachfolge, die in drei theoretische Positionen zusammengefasst werden, formuliert sie eine alternative, systemtheoretisch-konstruktivistische Perspektive auf Legitimitätskonstruktion als kommunikativen Aushandlungsprozess in Ergänzung zu den Systemen Familie, Familienunternehmen und Unternehmer*innen-Familie. Im Rahmen von Fallstudien, in denen Übergebende und Nachfolgende zu Wort kommen, zeigt sich, wie unterschiedlich und fluide die Konstruktion von Geschlecht im Sinne von (Un-)Doing Gender in der Kommunikation abläuft und wie differenziert Legitimationsstrategien ausfallen. Die Entwicklung einer speziellen Logik lässt sich vor allem in konfliktbehafteten Situationen beobachten, die die Relevanz asymmetrischer Machtbeziehungen hervorheben. Es gelingt ihr aufzuzeigen, wie latent vorhandene stereotype Geschlechterbilder, losgelöst von der jeweiligen Person, punktuell ihre widersprüchliche Wirkung entfalten und welche Dynamiken dadurch entstehen. Indem die Arbeit eine dichotome Sichtweise der Geschlechterverhältnisse überwindet, leistet sie einen bedeutenden Beitrag zum Verständnis von Prozessen des (Un-)Doing Gender in der Legitimitätskonstruktion und zu einem neuartigen Blick auf die Praxis von Nachfolgeprozessen aus Sicht der Beteiligten.

Ing. Mag. Dr.in Barbara Pundy promovierte 2026 am Department für Welthandel der Wirtschaftsuniversität Wien bei Prof. Dr. Hermann Frank (ehem. Leiter des Forschungsinstituts für Familienunternehmen an der WU Wien). Durch ihr Aufwachsen im Umfeld von Mikro-Familienunternehmen in zweiter und erster Generation wurde sie früh für die Herausforderungen familieninterner Nachfolgen sensibilisiert. Nach einer technischen Ausbildung orientierte sie sich unter dem Eindruck der fortschreitenden Digitalisierung in Richtung Betriebswirtschaft um. Dabei fokussierte sie sich auf verhaltenswissenschaftliches Management, Personalmanagement und Russisch als Wirtschaftssprache. Ihre Diplomarbeit aus Wirtschaftsgeographie wurde 2013 mit dem Leopold-Scheidl-Preis ausgezeichnet. Angeregt durch ihre langjährige Tätigkeit im Export von LKW-Komponenten und Maschinenbau-Erzeugnissen erwachte ihr Interesse an Geschlechterfragen im männlich geprägten beruflichen Umfeld. Dies bildete den Ausgangspunkt für ihre Dissertation, in der sie die eigene Sozialisation, ihre vielfältigen Berufserfahrungen und das wissenschaftliche Interesse an Geschlechtergleichheit verknüpft.

Barbara Pundy forscht zu innerfamiliärer Nachfolge, Legitimitätskonstruktion und sozialer Akzeptanz aus geschlechtersensibler Sicht sowie zu System- und Wissenschaftstheorien.


Publication Date: 25 August 2026
Publisher: Springer Fachmedien Wiesbaden
Imprint: Springer Gabler
ISBN-13: 9783658524937
Format: Paperback / softback

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